Hausordnung des Leibniz-Gymnasiums

Ein gutes Zusammenleben in der Schule ist nur möglich, wenn sich alle am Schulleben Beteiligten an bestimmte Grundsätze halten. Mit Eintritt in unsere Schule erkennt jedes Mitglied der Schulgemeinschaft diese Grundsätze an und verpflichtet sich, sie zu befolgen:

  • gegenseitige Wertschätzung, Hilfsbereitschaft und Toleranz, sorgsamer Umgang mit dem Eigentum anderer
  • konstruktive und offene Zusammenarbeit zwischen allen am Schulleben Beteiligten
  • höfliche Umgangsformen und angemessene Sprache
  • Unterlassen dessen, was andere beim Arbeiten und Lernen stört oder gefährdet
  • Verzicht auf Gewalt in jeglicher Form

1. Schulgelände

Das Schulgelände umfasst die Gebäude und die umzäunten Freiflächen und endet am Haupt- und Nebeneingang mit dem Gehweg. Die Fluchtwege im Bereich vor den Außentreppen sind aus Sicherheitsgründen freizuhalten.

Die Hänge des Schulgelän­des dürfen nur mit Genehmigung einer Lehrkraft betreten wer­den.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 dürfen das Schulgelände während der Unter­richtszeit grundsätzlich nicht verlas­sen. Bei unerlaubtem Verlas­sen des Schul­geländes unterstehen sie nicht der Ver­ant­wortung und Aufsicht der Schule und genie­ßen daher auch keinen Versicherungsschutz.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 bis 13 dürfen in Pausen und Freistunden auf ei­gene Verantwortung das Schulge­lände ver­lassen. Gesetzlicher Unfall­schutz besteht jedoch nur, soweit in die­ser Zeit Angelegen­heiten erledigt werden, die in unmittelbarem Zusam­menhang mit der Schule stehen.

Die an das Schulgelände angrenzenden Bushaltestellen unterliegen der Aufsicht durch die Schule. Fahrschüler haben deshalb bis zur Abfahrt der Busse den Anweisungen der Aufsicht führenden Lehrkräfte Folge zu leisten.

Die Benutzung von Fahrzeugen jeder Art so­wie be­sonderen Fortbewegungsmitteln (z.B. In­line-Skates, Skate-Boards) ist auf dem Schul­gelände grundsätzlich ver­boten.

2. Schulgebäude

Unterrichtsräume dürfen nur unter Aufsicht einer Lehrerkraft betreten werden. Die Schülerinnen und Schüler sind für Ordnung und Sauberkeit in den Unterrichtsräumen sowie im ge­samten Schulbereich verantwortlich. Alle sind verpflichtet, Müll zu vermeiden und den Energieverbrauch im Schulgebäude möglichst niedrig zu halte. Insbesondere ist der Müll in die vorgesehenen Behälter zu entsorgen (Mülltrennung beachten!), der Klassenraum zu lüften sowie die Fenster nach Unterrichtsschluss zu schließen.

Nach der 5. bzw. 6. Stunde sind die Stühle hochzustellen.

Einrich­tungsgegens­tände, Unter­richtsmittel und Gebäude sind pfleglich zu behandeln. Für grob fahrlässige und vor­sätzliche Be­schädi­gung haften Verur­sacher bzw. deren Er­zie­hungsberechtig­te. Die Instandsetzung wird durch die Schule geregelt. Schäden sind unmittel­bar nach Fest­stellung im Sekretariat zu melden.

In Fachräumen gelten gesonderte durch die Lehrkräfte festgelegte Regelungen.

3. Unterricht

Der Unterricht beginnt um 8.00 Uhr.

Bis 7.50 Uhr ist der Aufenthalt nur im Schulhof gestattet, das Foyer dient lediglich als Durchgangsbereich zum Hof. Das Betreten der anderen Treppenhäuser bzw. Eingänge ist somit erst ab dem Klingeln um 7.52 Uhr erlaubt.

Für die Jahrgangstufen 11 bis 13 ist der Aufenthalt im MSS-Saal vor Unterrichtsbeginn gestattet, jedoch nur bei direktem Zugang durch den Innenhof und Nutzung des anliegenden Treppenhauses als Durchgangsbereich zum MSS-Saal.

Im Winter (Herbstferien bis Osterferien) steht den Schülerinnen und Schülern, die von 7:30 Uhr bis 7:45 Uhr an der Schule ankommen, der Raum 013 bis zum ersten Klingeln als Aufenthaltsraum zur Verfügung.

4. Unterrichtsfreie Zeiten

4.1. Pausen am Vormittag

Die Pausen dauern von 9.30 bis 9.45 Uhr und von 11.15 bis 11.30 Uhr. Zu Beginn der Pau­sen verlassen die Schülerinnen und Schüler den Unterrichtsraum und be­geben sich zügig und auf dem kürzesten Weg in den Schulhof. Während der Pausen ist der Aufenthalt im gesamten Gebäude untersagt (Ausnahme: MSS-Raum s. u.). Außerdem dürfen in den Pausen ausschließlich die Toiletten im Pausenhof genutzt werden.

Bei bevorstehendem Saalwechsel verbleiben die Schultaschen und sonstigen Materialien vor dem Raum, in dem der Unterricht vor der Pause stattfand, oder sie werden auf direktem Weg zum Hof abgelegt. Nach dem ersten Klingelzeichen am Ende der Pause holen die Schülerinnen und Schüler diese dort ab und begeben sich zu den Unterrichtsräumen. Zu diesem Zeitpunkt sind nur die Klassensprecher/innen bzw. MSS-Schüler/innen berechtigt, Informationen zum Vertretungsplan einzuholen. Der ausgedruckte Vertretungsplan ist verbindlich.

Der Zugang zur Sporthalle ist nach der 1. bzw. 2. Pause erst nach dem ersten Klingelzeichen erlaubt. Der Bereich vor der Sporthalle bis zu den Kunsträumen ist in den Pausen kein Aufenthaltsbereich. Die Nutzung des Allwetterplatzes in den Pausen ist einem separaten Aushang zu entnehmen.

Der Aufenthalt im MSS-Saal ist nur Schülerinnen und Schülern der Stufen 11 bis 13 und Kindern aus der Nachmittagsbetreuung (während des Mittagessens) erlaubt. Der Zugang zum MSS-Saal in den Pausen ist nur über den Innenhof und Nutzung des anliegenden Treppenhauses gestattet.

Der Aufenthalt in der Bibliothek ist nur für Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe und der Bibliotheks-AG sowie allen Schülerinnen und Schülern ausschließlich zur Ausleihe erlaubt.

Der Aufenthalt in den Treppen­häu­sern und auf der Außentreppe des Haupt­ein­gangs ist nicht gestattet.

4.2. Sonstige unterrichtsfreie Zeiten

Bei späterem Unterrichtsbeginn, in Freistunden oder in der Mittagspause halten sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 vor dem Lehrerarbeitsraum auf.

Den Klassen 8 bis 10 sowie der MSS ist der Aufenthalt im roten Gang gestattet. Darüber hinaus steht den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe der MSS-Saal zur Verfügung.

Auf Ruhe und Ordnung in diesen Bereichen ist zu achten (z.B. sind verschobene Stühle und Tische wieder auf ihren ursprünglichen Platz zu bringen).

5. Beurlaubung/Krankmeldung

5.1. Beurlaubungen

Beurlaubungen für einzelne Stunden sind grundsätz­lich im Vorfeld, unmittelbar nach Bekanntwerden eines Termins, bei dem betreffenden Fachleh­rer/der Fachlehrerin zu beantragen.

Beurlaubun­gen für meh­rere Stunden bzw. bis zu 3 Tagen genehmigt die Klassen- oder Kursleitung. Für längere Beurlaubungen und Beurlaubungen unmittelbar vor oder nach Ferien ist die jeweilige Stufenleitung in der Schulleitung zuständig.

5.2. Krankmeldungen

Fehlt eine Schülerin oder ein Schüler krankheitsbedingt, so muss das Fehlen telefonisch unter 06321 484448 am selben Tag bis 8:00 Uhr gemeldet und spätestens bis zum dritten Tag der Erkrankung schriftlich bei der Klassenleitung entschuldigt werden. Bei Krankmeldungen während des laufenden Schultages muss sich jeder Schüler/jede Schülerin im Sekretariat krank melden.

  • Wird die Schülerin bzw. der Schüler von den Eltern abgeholt, so müssen die Eltern die Schülerin / den Schüler direkt im Sekretariat abholen.
  • Darf die Schülerin bzw. der Schüler selbstständig nach Hause fahren/gehen, so ist ein persönliches Telefonat einer Lehrkraft bzw. einer Sekretariatsmitarbeiterin vorab mit den Eltern zu führen.

Für die MSS gilt eine gesonderte Regelung gemäß den Infoveranstaltungen und der Rückseite des Entschuldigungsbogens.

6. Verhalten in der Schule und auf dem Schulgelände

Alle Schülerinnen und Schüler sind gehalten, auf andere Rücksicht zu nehmen, niemanden zu belästigen, zu gefährden oder gar zu verletzen, weder verbal noch körperlich. Außerdem verhalten sie sich so, dass der eigene sowie der Unterricht Anderer nicht beeinträchtigt wird.

Es dürfen keine Gegenstände (z.B. Waffen, Laser-Pointer etc.) und Substanzen (Alkohol, Drogen etc.) mitgebracht werden, mit denen man sich selbst oder andere gefährden kann.

Rauchen in jeglicher Form ist auf dem Schulgelände untersagt.

Ballspielen ist nur mit Softbällen im Pausenhof und bei trockenem Wetter er­laubt. Schneeballwerfen innerhalb des Schul­gelän­des ist untersagt.

7. Umgang mit Medien

Ein verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien ist unserer Schule ein wichtiges Anliegen. Die Lernatmosphäre sowie der Umgang der Schülerinnen und Schüler untereinander soll nicht durch die Präsenz von digitalen Endgeräten beeinträchtigt werden. Daher sollen die folgenden Grundregeln der Schulgemeinschaft einen Orientierungsrahmen geben, an den sich Schülerinnen/Schüler sowie Lehrkräfte gleichermaßen halten.

7.1. Geltungsbereich

Die folgenden Regelungen gelten auf dem gesamten Schulgelände für mobile Telefone, Smartphones, Tabletcomputer, (multifunktionale) Mp3-Player, Kopfhörer, Kameras und vergleichbare digitale Geräte[1] (insbesondere für die internetfähigen und messengerfähigen Geräte/Peripheriegeräte). Sämtliche Mediennutzung unterliegt den gesetzlichen Rahmenbedingungen und Regelungen, wie z.B. dem Datenschutzgesetz.

[1]  Daher wird im Folgenden der Einfachheit halber nur von Handys gesprochen.

7.2. Nutzungsregelungen

  • Die Schülerin/der Schüler bzw. die Gäste müssen dafür sorgen, dass das Handy1 spätestens beim Betreten des Schulgeländes ausgeschaltet und unsichtbar aufbewahrt wird (bevorzugt in der Schultasche/dem Schließfach). Es darf in der Zeit bis zum Unterrichtsende auf dem Schulgelände nicht genutzt werden, dies gilt auch für Kopfhörer bzw. andere digitale Geräte.

->In Notfallsituationen kann auf Nachfrage im Sekretariat telefoniert werden.

  • MSS-Schülerinnen und Schüler dürfen das Handy im MSS-Raum (aber auch nur dort) nutzen.
  • Über die Nutzung des Handys in einem pädagogisch sinnvoll begründeten Rahmen während der Unterrichtszeit entscheidet die unterrichtende Lehrkraft.
  • Die Handynutzung an Wandertagen oder sonstigen Schulveranstaltungen, außerhalb des Schulgeländes, unterliegt allen Regelungen dieser Hausordnung (Absatz 7). Über pädagogisch bzw. organiatorisch begründete Ausnahmen entscheidet die jeweilige Lehrkraft.
  • Zu Beginn von Leistungsnachweisen sind alle digitalen Geräte bei der zuständigen Lehrkraft abzugeben.

-> Wird ein digitales Gerät nicht abgegeben, wird dies als Täuschungsversuch gewertet.

  • Foto-, Video- und Tonaufnahmen sind auf dem gesamten Schulgelände verboten, es sei denn eine Lehrkraft bzw. die Schulleitung gestattet es.
  • Bei Benutzung der Medien, insbesondere der Schulmedien, ist auf einen verantwortungsvollen und pfleglichen Umgang zu achten. Das Verwenden bzw. Speichern von pornografischen, radikalpolitischen, rassistischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten ist untersagt und unterliegt den Vorgaben des Strafgesetzbuches.

7.3. Konsequenzen bei Regelverstößen

Bei einem Verstoß gegen die Handyordnung im Laufe des Vormittagsunterrichts wird das Handy von der Lehrkraft eingezogen und im Sekretariat abgegeben. Dort wird der Name des Schülers/der Schülerin dokumentiert.

  • Beim ersten Verstoß holt der betroffene Schüler/die Schülerin sein/ihr Handy um 13:30 Uhr im Sekretariat ab. Zusätzlich werden die Eltern schriftlich informiert.
  • Bei jedem weiteren Verstoß holen die Eltern des betroffenen Schülers/der betroffenen Schülerin das Handy im Sekretariat um 13:30 Uhr ab.

Während des Nachmittagsunterrichts wird das Handy bei einem Verstoß gegen die Handyordnung von der Lehrkraft eingezogen. Die Lehrkraft gibt das Handy am Ende der Unterrichtsstunde dem Schüler/der Schülerin wieder zurück. Bei minderjährigen Schülern/Schülerinnen werden zusätzlich die Eltern informiert.

Bei Verdacht auf eine missbräuchliche Nutzung des Handys, beispielsweise die Verbreitung strafrechtlich relevanter Inhalte, dem Gebrauch zum Zwecke des Mobbings oder Ähnlichem, wird das Handy eingezogen und weitere notwendige Maßnahmen eingeleitet.

8. Unfälle und Gefahrensituationen

Bei Unfällen und Gefahrensituationen sind un­verzüglich die nächst erreichbare Lehrkraft und das Sekretariat zu verständi­gen. Im Ka­tastrophenfall ist die Alarmordnung zu be­achten.

Diese Hausordnung wird durch die be­sonde­ren Ord­nungen für bestimmte Bereiche (Fachräume usw.) ergänzt.

9. Sonstiges

9.1. Fundsachen

Fundsachen werden beim Hausmeister oder im Sek­retariat abgegeben. Sie werden im Fundsachenschrank (beim Sekretariat) aufbewahrt. Der Fundsachenschrank wird jeweils in den Sommerferien geleert.

9.2. Wertsachen

Geld und Wertsachen werden grundsätzlich nicht ersetzt. Daher sollten sie nicht unbeobachtet bleiben. Handys und Wertsachen werden während des Sportunterrichts bei der Sportlehrkraft abgegeben. Aus Sicherheitsgründen bitte nicht in der Umkleide belassen!

10. Schlussbestimmungen

Das Hausrecht üben unbeschadet der Rechte des Schulträgers die Schulleitung, die Lehrkräfte und das sonstige Schulpersonal in Ausübung ihres Dienstes, sowie besonders beauftragte Personen aus.

Die Hausordnung  gilt sinngemäß auch für Schulfeste und Schulveranstaltungen.

Ausnahmen von den Bestimmungen dieser Hausordnung kann die Schulleitung gestatten.